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DVD-Backup-Spezial

[ Einführung und Voraussetzungen - Vorbereitungen und Ripping - Enkodieren und Nachbearbeitung ]

Rohdaten enkodieren mit FlaskMPEG

Nun geht es an den eigentlichen Enkodiervorgang. Dafür wird das Programm FlaskMPEG verwendet. Wir empfehlen Version 0.6, auch wenn es schon aktuellere gibt. Vor dem Start des Programms startet man am besten den Rechner neu und schließt alle anderen Programme und Hintergrundprozesse.
Als erstes muss FlaskMPEG die vob-Dateien öffnen. Dann wähle man die erste Datei aus, die weiteren werden automatisch angehängt. Nun muss der gewünschte Codec eingestellt werden. Dafür wird "Optionen/Ausgabeformat-Optionen" aufgerufen. Hier wird DivX 5 eingestellt. Die Bitrate, die errechnet wurde, muss hier noch eingestellt werden, dafür wird das Codec-Menü mit "Konfigurieren" aufgerufen. Als Sound-Format wird mp3 (falls ein passender Codec vorhanden ist) eingestellt. Meistens reicht hier eine Bitrate von 128 KBits/sec. Wird aber z.B. eine Musik-DVD umgewandelt, kann man natürlich auch hier die Qualität zu Lasten des Speicherplatzbedarfs erhöhen. Allerdings kann es unter Umständen Fehler bei der Synchronisation von Audio und Video geben. Wer auf Nummer sicher gehen will, enkodiert erst den Film ohne Tonspur und fügt diese später mit Virtualdub hinzu.
Nun müssen noch allerlei Optionen bei "Allgemeine Projekt Optionen" eingestellt werden. Bei der Auflösung kann theoretisch ein beliebiger Wert stehen, wichtig ist, dass das Seitenverhältnis von 1,25:1 bestehen bleibt. Wer jetzt auf die Audio-Enkodierung verzichten möchte, stellt unter "Audio" "Keine Audiobearbeitung" ein. Unter "Nachbearbeitung" sollte "Bikubische Filterung" eingestellt werden und "Kein Trimmen" deaktiviert werden. Die meisten DVD-Filme werden nicht bildschirmfüllend gespeichert. Es ist also noch ein schwarzer Rand vohanden, der unter "Zeige Ausgabepfad" entfernt werden kann, indem das Bild mit den Buttons Links zurechtgeschnitten wird. Dabei muss "trimmen" aktiviert sein. Die Option "Zeichenrahmen hinzufügen" meint genau das Gegenteil, nämlich das Hinzufügen von einem zusätzlichen Rand. Also gilt hier: Finger weg!
Der Kodiervorgang wird mit "Start / Starte Umwandlung" gestartet. Es sollten möglichst alle Programme im Hintergrund geschlossen werden, eine geringere Auflösung und Farbtiefe beschleunigt den Vorgang noch etwas, wenn auch nur minimal. Es ist zwar möglich, die Prozessorauslastung des Kodiervorgangs auf "niedrig" zu stellen und nebenher noch andere Tätigkeiten am PC auszuüben, doch ein Absturz wäre sehr ärgerlich, da der gesamte Film neu kodiert werden müsste. Am besten ist es, wenn die Priorität maximal ist und Ausgabeanzeige deaktiviert ist. Nach dem Vorgang ist der Film in einer Datei auf der Festplatte gespeichert, er muss nur noch ggf. gesplittet werden und eine Audio-Spur hinzugefügt bekommen.
Das Extrahieren von Audio-Spuren aus vob-Dateien geht am besten mit vob2audio. Wichtig ist hier, dass man beim Rippen eine ifo-Datei erstellt hat. Damit später die Dateien zusammengefügt werden können, muss "wav" als Ausgabeformat festgesetzt sein.

DivX-Filme mit VirtualDub bearbeiten

MMöchte man den erstellten Filme splitten, sollte man auf genügend Speicherplatz achten. Man öffne nun die gewünschte Datei mit Virtualdub. Mit der Taste "home" setzt man den Selection-Anfang auf den Beginn der Videodatei. Mit einem Klick in der Mitte des Balken wechselt man in die Mitte des Films. Wenn die Mitte erreicht ist (siehe Zeitanzeige), kann mit der Taste "End" das Ende der Markierten Selection setzen. Nun speichert man den markierten Teil des Films "F7". Davor muss darauf geachtet werden, dass "Direct Stream Copy" bei Video eingestellt ist, sonst wird der Film abermals kodiert, der zusätzliche Zeitaufwand ist klar. Das gleiche wiederholt man mit dem zweiten Teil des Films. Dabei kann man natürlich auch den Abspann bei belieben (auch wenn die Kino-Freunde protestieren werden ;-)) wegschneiden. Das Speichern des Films sollte nicht länger als 3 Minuten dauern.
Eine Wav-Datei kann eingebunden werden, indem unter "Audio -> Wav-Audio" eine Wav-Datei eingebunden wird. Unter "Compression" wird das mp3-Format oder ein anderes beliebiges Format eingestellt. Da beim Speichern des Films die Audio-Spur neu enkodiert wird, kann der Vorgang etwas länger (bis zu einer halben Stunde) dauern.
Ist die Audio-Video-Synchronisation nicht erfüllt (Ton oder Bild hinkt hinterher), muss mit den "interleaving"-Parametern gearbeitet werden. Meist ergeben Werte von 160 ms (preload) und 100 ms (interleaving) die gewünschte Synchronisation. Oft muss aber hier experimentiert werden.

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