Musikindustrie fordert höhere Urheberrechtsabgaben auf Medien
Die Chefs des Musikverleger-Verbandes, des Deutschen Komponistenverbandes, und des Deutschen Textdichter-Verbandes fordern in einem offenen Brief an Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin höhere Urheberrechtsabgaben, die noch in dieser Legistlaturperiode eingeführt werden sollen. Sie sprechen davon, dass "eine ganze Branche im wahrsten Sinne des Wortes niedergebrannt wird". Sie befürchten ausserdem, dass bis zu 30% der Musikgeschäfte in diesem Jahr wegen den starken Umsatzeinbußen schließen könnte und betonen den Fakt, dass die Verkaufszahlen von Rohlingen im Vergleich zu Audio-CDs stark gestiegen sind. Die einfachen und billigen technischen Möglichkeiten zum CD-Kopieren würden viele Menschen zum Schwarzbrennen ermutigen. Die Urheberrechtsabgaben liegen im Moment bei 6 cent pro Stunde Spielzeit bei Audio-CDRs und sollen nach dem Willen der Musikindustrie auf das Dreifache angehoben werden. Die Mehrkosten würden wenig ins Gewicht fallen.
Posted by Malte 10.6.2002
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