RIAA verlangt Daten von KaZaA-Nutzern
Der amerikanische Musikverband RIAA besteht auf der Herausgabe von Kontakt-Daten eines Kazaa-Nutzers. Aus einer Eingabe am Bundesgericht in Washington geht hervor, dass der Provider Verizon nach Auffassung der RIAA mit seiner Verweigerungshaltung in dieser Frage seinen gesetzlichen Pflichten nicht nachkommt. Verizon sieht das Recht auf Privatsphäre für seine Nutzer in Gefahr. Verizon war im Januar verurteilt worden, Daten eines Filesharing-Nutzers an die RIAA zu übergeben.
Nach Auffassung von RIAA-Vizepräsident Matthew Oppenheim geht es in diesem Fall nicht um die Privatsphäre von Internet-Nutzern, sondern um die öffentliche Verbreitung raubkopierter Inhalte. "Die User nutzen öffentliche Netze und stellen Millionen von Musikdateien zur Verfügung. Sie haben nicht das Recht, im Schutze der Anonymität eine Straftat zu begehen", meint Oppenheim.
Glaubt man der RIAA, haben Verizon-Vertreter in geheimen Gesprächen signalisiert, dem Verband "gerne" Daten einzelner Nutzer aushändigen zu wollen. Bedingung solle lediglich gewesen sein, dass sich die Einzelfälle nicht häufen.
Verizon-Vizepräsidentin Sarah Deutsch will allerdings von solchen Angeboten keine Kenntnis haben: "Die RIAA versucht verzweifelt, davon abzulenken, dass sie sich unbeschränkten Zugriff auf die privaten Nutzerdaten wünscht."
Nach Informationen des Nachrichtendienstes "Cnet" steht Verizon demnächst auch nicht mehr allein vor seinen Kunden: Am gestrigen Freitag ließ die RIAA dem Provider EarthLink eine Aufforderung zur Herausgabe der Kontakt-Informationen eines Tauschbörsen-Nutzers zustellen. Quelle: www.chip.de
Posted by Malte 10.02.2003
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